[ Das Gespann ]

 

Durch [ Axel´s ] Beziehungen erhielt die sehr kleine MZ-Familie völlig unerwartet [ Nachwuchs ]. Ein Bekannter von Axel hatte mitten im idyllischen [ Hochsauerlandkreis ] doch tatsächlich noch eine ETS bei einem Bauern in der Scheune stehen. Es wurde ein Termin abgemacht, die ETS wurde sich angeschaut und wechselte kurze Zeit später für kleines Geld den Besitzer. Der Zustand der ETS war recht traurig, einige Teile fehlten (Lampe, Räder, Seitendeckel), andere Teile waren nicht original (Armaturen, Heckschutzblech und- leuchte). Dafür hatte sie aber eine völlig intakte Gabel samt intakten Lenkkopflagern, einen augenscheinlich guten Motor und einen Originalauspuff und das ist ja schließlich auch was wert.

Der Rest der ETS war der langen Zeit auf dem Bauernhof und verschiedener Basteleien der Vorbesitzer wegen in dementsprechendem Zustand.

 

 

Erstmalig zugelassen wurde die ETS 2

am 09.07.1971. Am 01. 07.1991 wurde der ETS nach Wiederzulassung gem. § 27 Abs. 7 StVZO

ein neuer Kfz-Brief zugeteilt. Da im neuen Brief nur ein Vorbesitzer eingetragen ist und keinerlei Eintragungen zu Vorbesitzern aus dem alten Brief gemacht wurden, gehe ich davon aus, das ich Drittbesitzer bin.

Ferner wurde eine Leistungsreduzierung durch ein 20er Kettenritzel auf 13 KW mit einer Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h eingetragen. Auf dem Zylinder ist zudem die Kennzeichnung zur Leistungsreduzierung: MZ 7,5 eingeschlagen.

Der Brief enthält nicht den Vermerk:

Nicht für Beiwagenbetrieb geprüft.

Kilometerlaufleistung der Maschine unbekannt.

   
 

Vor der großen Kärcher Attacke....

 

   

   

   

   

   

   

 

 

Was genau nun mit dieser ETS 2 passiert, weiß ich noch nicht. Einerseits sind zu viele Teile vorhanden, die ich bei der Restauration von ETS 1 sehr gut gebrauchen könnte. Andererseits, was mache ich mit dem Rest? Ich denke, alleine der Verkauf der guten Vorderradgabel erzielt in einschlägigen Auktionshäusern den Kaufpreis, welchen ich für die komplette Maschine gezahlt habe. Also die Maschine komplett zerlegen und Stück für Stück versteigen um einen satten Gewinn zu erzielen? Einerseits keine schlechte Idee, andererseits wehrt sich irgendetwas in mir dagegen. Teile für ein seltenes Motorrad kann man nie genug haben, also alles einlagern? Werde ich dann die Teile jemals brauchen und was ist, wenn die Platzverhältnisse nicht mehr stimmen?

Eine andere Idee, welche momentan immer mehr reift scheint mir zur Zeit die größte Chance auf Verwirklichung zu haben, nämlich den Wiederaufbau der Maschine als Zugmaschine für ein Gespann.

Die ETS wurde offiziell nie als Gespannmaschine verkauft, um so größer ist der Reiz etwas einmaliges aufzubauen, was man nicht an jeder Ecke oder auf jedem Treffen findet. Der Rahmen ist bis auf Kleinigkeiten identisch mit dem der ES 250/2, welche einen sehr guten Ruf als Gespannzugmaschine hat. Also sollte auch die Vorderradschwinge der ES 250/2 in den ETS Rahmen passen, um einen gespanntauglichen Vorbau zu bekommen. Ebenso sollten die Gespannanschlüsse und die Hinterradschwinge in Gespannversion der ES 250/2 passen.......

Man wird sehen, was die Zeit mit sich bringt, momentan sammele ich erst einmal Info´s, ob und wie ein Gespannumbau zu verwirklichen ist.

Und ganz nebenbei bemerkt, ETS 1 wartet ja auch noch auf ihre Fertigstellung.

 

 

[ Die Entscheidung ]

 

ist Dank dieser Auktion gefallen. Im größten Online-Auktionshaus wurde ein Superelastik angeboten, welcher in der Nähe meiner Heimatstadt stand und zudem weitestgehend komplett und original war. Eine Vorabbesichtigung fand statt. Der optisch schlechte Allgemeinzustand sowie die Beule in der Haube hielten mich nicht davon ab, das Boot zu ersteigern, ich erhielt den Zuschlag.

 

 

 

[ Die Aufgabe ]

Grob umrissen: Aus zwei mach eins!